SpeedDebating: Demokratie hautnah!
11.05.2017 - 12:07 Uhr
SpeedDebating bedeutet direkter Kontakt zwischen Jugendlichen und angehenden Landespolitikern. Die für die Essener Wahlbezirke aufgestellten Kandidaten antworteten konkret und individuell auf Fragen von Schülern in den jeweiligen Wahlbezirken.

Beim SpeedDebating hatten Jugendliche und junge Erwachsene die Gelegenheit, ihren Landtagskandidaten auf den Zahn zu fühlen.

Beim SpeedDebating in den Werkshallen der Jugendberufshilfe in Essen-Bergerhausen stellten sich Janine Laupenmühlen (SPD), Fabian Schrumpf (CDU), Mehrdad Mostofizadeh (B’90/Die Grünen), Ralf Witzel (FDP) und Sonja Neuhaus (Die Linke) über zwei Stunden lang den Fragen.

Die rund 120 jungen Menschen kamen von Gymnasium Überruhr, Franz-Sales-Haus, aus verschiedenen Projekten der Jugendberufshilfe und von den Joblingen. Organisiert wurde die Tour durch die einzelnen Wahlbezirke von Jugendamt und Jugendhilfe Essen: „SpeedDebating ist ein wunderbares Format, um Jugendliche ins Gespräch mit Landtagskandidaten zu bringen. Durch Klassenmoderatoren waren die Gruppen aus jeder Schulform gut vorbereitet“, war Daniel Dimke, Bildungsplaner der Jugendhilfe, mit dem Ritt durch die Wahlbezirke zufrieden. Die Politiker erläuterten ihre Standpunkte in knackigen acht Minuten, dann wechselten die Klassen zum nächsten Pavillon – und zur nächsten Meinung.

Die Fragen sind konkret und von weitem Spektrum: Es geht unter anderem um Nahverkehr, Kinderarmut, Waffenexporte, das Thema Sicherheit, die Staatsverschuldung und Bildungspolitik. Die Politiker werden richtig „gegrillt“ und müssen zackig zwischen den Themen springen. Die Jugendlichen sind interessiert bei der Sache und haken nach, wenn die Antwort aus ihrer Sicht nicht ausreichend ist.

Das SpeedDebating kommt auf beiden Seiten gut an. Über alle Parteigrenzen hinweg loben die Politiker die Aktion und das große Interesse der Teilnehmenden. Im Rahmen des Programms „Demokratie erleben“ ist die Wahlkreistour ein starkes Konzept, um gegen jugendliche Politikverdrossenheit zu kämpfen und mit Argumenten zu punkten.
Zum Abschluss ruft Daniel Dimke die Jugendlichen auf, am Sonntag „unbedingt wählen zu gehen. Und bitte sorgt dafür, dass auch eure Eltern mitkommen!“



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